MANAGEMENT UPDATE APP

Management und Unternehmensführung

EDITORIAL

Management

Wer 1990 sein MBA-Programm absolvierte, konnte mit diesem Wissen in den folgenden 25 Jahren gut Karriere machen. Aber jetzt benötigt sein Wissen eine Auffrischung – ein Update. Wer 2003 sein BWL-Studium beendete, kann schon heute nicht mehr sicher sein, über aktuelles Managementwissen zu verfügen. Zu schnell verändert die digitale Revolution nicht nur einzelne Produkte und Dienstleistungen, sondern ganze Wertschöpfungsketten, und selbst wer 2008 noch ein Fortbildungsseminar zur Praxis der Unternehmensführung belegte, kennt heute nicht notwendig die neuesten Methoden der Strategieformulierung. Digitalisierung ist nicht der einzige Faktor, der Management in den letzten fünf Jahren veränderte, aber er hat die Arbeitsgeschwindigkeit noch einmal deutlich erhöht und die Veränderungsintervalle erheblich verkleinert. Regelmäßige Weiterbildung ist da keine Option, sondern ein Muss.

Auf der anderen Seite haben Sie als erfolgreicher Unternehmer, Aufsichtsrat, Vorstand, Geschäftsführer, aufstrebender Projekt- bzw. Abteilungsleiter immer weniger Zeit, Ihr Wissen zu aktualisieren. Aktuelles Managementwissen ist für die Praxis der Unternehmensführung jedoch unabdingbar. Für diese Gruppe ist eine App (eine Webanwendung) ein ideales, kompaktes Arbeitsmittel, um mobil, am gewünschten Ort und zur gewünschten Zeit sein Managementwissen aufzufrischen. Mehr als zehn Minuten Leseaufwand sollten je Artikel nicht erforderlich sein. Mit 14 Themenbereichen sind die wesentlichen Felder der BWL abgedeckt.

Diese Darstellung ist für alle entwickelt, deren Ausbildung zum Manager bereits einige Jahre zurückliegt, die zumindest erste Erfahrungen in der Praxis der Unternehmensführung sammeln konnten und nun die Notwendigkeit sehen, sich mit überschaubarem zeitlichen Aufwand zu den wesentlichen Themen auf den letzten, aktuellen Stand zu bringen. Die Auswahl der zunächst in über 60 Artikeln behandelten Stichwörter kann dabei nicht abschließend sein: Sie ist jedoch meiner Erfahrung aus mehr als 30 Jahren Beratung beim Kauf und Verkauf von Unternehmen geschuldet. Sie stellt den Versuch dar, einen Überblick zu geben, was an Managementwissen in den letzten zehn bis 15 Jahren dazu gekommen ist und wo diesbezüglich Handlungsbedarf besteht.

Und: Es wird unter „What’s New“ auf der Startseite alle 14 Tage einen neuen Artikel zu einem weiteren, häufig auch selbst aktuellen Thema geben. Wenn Sie uns Ihre E-Mail-Adresse überlassen, erhalten diesen Artikel als Newsletter. Dies ist eine sehr effektive Form der Weiterbildung zur Aktualisierung Ihres Managementwissens.

Ein wichtiges Auswahlkriterium für die Themen der Artikel ist das generelle Interesse einer Fragestellung für die Führung des gesamten Unternehmens, nicht nur für die Leitung einzelner Teilbereiche: Der Leiter der Personalabteilung wird für sein Wissensfeld relevantere Zusammenfassungen benötigen, um sich auf den letzten Stand zu bringen; aber er findet hier außerhalb seines Spezialgebietes HR (‚human resources‘) 13 weitere Themenbereiche, zu denen jeder Manager unabhängig von seiner Spezialisierung über aktuelles Wissen verfügen sollte.

Praxisrelevanz steht steht darüber hinaus ganz oben und daher gibt es in jedem Artikel einen Abschnitt „Was ist zu tun?“. An dieser Stelle werden nicht nur die Aufgaben der Unternehmensführung in der Praxis beschrieben, sondern konkrete Lösungen angeboten – und das in jedem Artikel. Jeder Aspekt neuen, aktuellen Managementwissens sollte die Frage aufwerfen, welche Aufgaben daraus für das Management erwachsen und welche Lösungen sich für das Unternehmen ergeben können. Das kann in Form von Aufgabenlisten oder zunächst nur von Listen von Fragen geschehen, die das Management an die Fachabteilungen richten sollte. Auch Mitglieder von Aufsichts- oder Beiräten erhalten mit diesen Fragenkatalogen ein umfangreiches Instrumentarium, um sich neuen Themen zügig und kompetent zu nähern. In jedem Artikel ist ein Drittel des Textes dem Aufzeigen von Handlungsempfehlungen gewidmet, die sich aus neuem Managementwissen für die Praxis der Unternehmensführung ergeben.

Ein Update kann verschiedene Formen annehmen und dessen Notwendigkeit verschiedene Ursachen haben:

Es gibt zunächst die technologische Entwicklung, die eine Aktualisierung des Wissens erfordert, einfach, weil es diese Technologie zur Zeit der Ausbildung noch nicht gab. Dazu gehören z.B. Augmented Reality und die Möglichkeiten des 3D-Drucks.

Ein Update kann ferner in der Weiterentwicklung von Wissen liegen, d.h. in dem Auftauchen neuer Meinungen und Forschungsergebnisse, die sich als relevant für die Praxis erwiesen haben. So hörte ich in meiner MBA-Ausbildung nichts von ‚lean strategy‘, was heute ein sehr hilfreiches Instrument ist.

Ein Update kann  schließlich auch schlicht die Erinnerung an Wissen sein, welches durchaus schon längere Zeit vorliegt, aber aus verschiedenen Gründen keinen umfassenden Eingang in die Praxis gefunden hat, dort aber wie etwa das Budgetieren und Controlling auf Cashflow- Basis durchaus weiterführend sein können.

Da die meisten für die Praxis relevanten Entwicklungen der BWL und der Unternehmensführung aktuell aus den USA kommen, sind Stichwörter, Überschriften und Suchkriterien Englisch gehalten, die Erläuterungen auf Deutsch.

Viel Erfolg in der Praxis der Unternehmensführung mit aktuellem Managementwissen – nutzen Sie das Angebot dieser App, sich mobil, wann und wo immer es Ihnen passt, mit aktuellem Wissen zu versorgen! Dieses kompakte Angebot verzichtet bewußt auf Werbung und viele Bilder, damit Sie sich ganz auf die Inhalte der Artikel und die Handlungsempfehlungen konzentrieren können. Wir haben viel Mühe darauf verwandt, damit Sie die Artikel gut auf Ihren Mobilgeräten lesen können.

Hamburg, im September 2019

HOW TO SEARCH

Search

Es gibt auf der Startseite drei Möglichkeiten der Suche, die hier in rückläufiger Reihenfolge dargestellt sind:

1. Mit Hilfe des SearchButtons finden Sie eine Eingabemaske, in der Sie nach englischen und deutschen Stichwörtern suchen können. Diese Suche erfasst das gesamte Archiv. Sie werden überrascht sein, wie viele Vorschläge Sie bereits erhalten.

2. Unter Alphabetical gibt es eine Liste aller bereits veröffentlichter Artikel. Diese Liste wird jede Woche erweitert. Jeder der kompakten Artikel enthält nicht lediglich aktuelles Managementwissen, sondern konkrete Aufgaben und Lösungen, die sich für die Praxis der Unternehmensführung aus den neu vorgestellten Ideen ergeben.

3. Subjects stellt die 14 wichtigsten Themenbereiche zusammen, welche die Unternehmensführung in der Praxis betreffen – von Budgets bis Strategy. Dieses aktuelle Managementwissen stellen wir im folgenden Abschnitt näher vor.

Bei dieser Gelegenheit: What’s new führt Sie direkt zu dem zuletzt veröffentlichten Artikel. Häufig wird hier aus aktuellem Anlass ein Thema aufgegriffen, welches eines Updates bedarf. Purpose verlinkt Sie auf eine Seite, auf der die besonderen Merkmale der gerne mobil zu nutzenden Management-Update-App zusammengestellt sind.

AKTUELLE THEMEN - SUBJECTS

Verschiedene Themen

Dies sind die 14 Themenbereiche, nach denen die Artikel an dieser Stelle geordnet sind – sie sind für die Praxis der Unternehmensführung relevant:

Im Folgenden werden in dieser Reihenfolge alle Themen näher vorgestellt – einschließlich der Artikel zum aktuellen Managementwissen, die dazu jeweils bereits veröffentlicht sind.

 

BUDGETS

Budgets

Im Bereich der Budgeterstellung sind deren Grundsätze seit längerem bekannt. Wie in dem Editorial beschrieben, ergibt sich jedoch gerade in diesem Bereich die Notwendigkeit eines Updates. Denn aus unterschiedlichen Gründen sind einige dieser Grundsätze besonders in mittelständischen Unternehmen nicht immer umgesetzt, obwohl sie in der täglichen operativen Praxis, aber auch bei der strategischen Ausrichtung des Unternehmens und der Unternehmensführung erhebliche Dienste leisten könnten. Es gibt jedoch auch eine ganze Reihe von Neuerungen im engeren Sinne wie etwa das ’scenario planning‘, welches zu einem späteren Zeitpunkt vorgestellt wird.

Budget Inertia ist ein in der Praxis sehr häufig zu beobachtendes Problem der Unternehmensführung – es beschreibt die „Trägheit“ der Gestaltung des Budgets. Obwohl sich die Strategie geändert hat oder auch nur die operative Vorgabe für das zu planende Jahr: An dem Raster, nach dem die Planung erstellt wird (und nach dem dann später das Controlling berichtet) ändert sich nichts. Die Gefahren, die sich daraus ergeben, und was konkret zu tun ist, beschreibt dieser Artikel. Es ist interessant, dass gerade auf diesen Artikel bislang die meisten mobilen Zugriffe zu verzeichnen sind. Die Leser haben offenkundig die Notwendigkeit der Weiterbildung bei der Budgeterstellung erkannt.

An der Business School wurde es schon vor 20 Jahren empfohlen, aber in der Praxis endet die Planung vieler, auch größerer Unternehmen mit der Zeile „Ergebnis vor Zinsen und Steuern“. Die Auswirkungen von Investitionen in Umlauf- oder Anlagevermögen werden im Rahmen der Budgetierung nicht untersucht. Budgets & Cash beschreibt, was für ein mächtiges Instrument der Unternehmensführung die Planungsrechnung wird, wenn es die Liquiditätsauswirkungen berücksichtigt.

Consistent Budgets sollten eine Selbstverständlichkeit sein – sind es in der Praxis jedoch leider eher selten. Wenn wir beim Kauf von Unternehmen die Budgets untersuchen, stellen wir häufig fest, dass Zwischenholdings nicht erfasst sind und selbst größere Organisationseinheiten überhaupt nicht in der Jahresplanung auftauchen. Wie dies leicht abgestellt werden kann, und um wie viel aussagefähiger Budgets werden, die konsistent mit der Konzernstruktur sind, zeigt dieser Artikel.

Eines echten Updates bedarf das Thema der Frühindikatoren oder Leading Indicators,  die zumindest in meiner Ausbildung überhaupt keine Rolle spielten, aber in der praktischen Unternehmensführung von erheblichem Nutzen sind. Wenigstens einer dieser Indikatoren sollte Teil des Budgets sein, um eine Aussage dazu treffen zu können, ob es die gesamtwirtschaftliche Situation erlaubt, eher aggressiv zu planen, oder ob das Management besser konservativ etwa an Investitionen herangehen sollte.

CAREER

Success

Selbst während meiner Zeit an der Business School spielte das Thema Career überhaupt keine Rolle, zumindest nicht in den Vorlesungen. Dabei wählen doch die meisten Studenten das Fach BWL oder besuchen später eine Business School um gerade das zu machen – Karriere. Heute ist das vielfach ein selbstverständlicher Teil der Ausbildung. Doch auch ein gestandener Manager oder Unternehmer kann von dem aktuellen Managementwissen, das unter dieser Überschrift vermittelt wird, für die Praxis der Unternehmensführung erheblich profitieren. ‚There is always room for improvement.‘ – oder auf Deutsch: Es gibt immer Raum für Verbesserungen.

Ein gutes Beispiel dafür ist die sehr zu empfehlende Verbesserung der Präsentationstechniken. In dem Artikel Kreative Präsentationen sind eine ganze Reihe praktischer Hinweise zusammengestellt, wie Sie Ihre Präsentationen mit teils ganz einfachen Mitteln erheblich verbessern können. In einer Zeit der Informationsüberflutung ist es schwierig geworden, volle Aufmerksamkeit zu erhalten. Dabei helfen diese konkreten Vorschläge, die Sie immer wieder auch mobil abrufen können.

Wer ehrlich ist räumt ein, dass das Geben von Feedback, also das Spiegeln des Eindrucks von der Leistung eines Mitarbeiters ein Bereich ist, in dem auch gestandene Manager und Unternehmer nicht immer optimal vorbereitet sind. Hier haben sich in den letzten Jahren erhebliche Neuerungen in der Herangehensweise ergeben, wie man den Fallen des Feedbacks – den Feedback Fallacies – entgeht.

Und immer wichtiger wird es, Mut im Unternehmen zu zeigen. Missstände gibt es überall. Ihr Unternehmen profitiert davon, wenn Sie selbst als Manager den Mut aufbringen, diese manchmal unangenehmen Wahrheiten anzusprechen. Genauso sollten Mitarbeiter die Möglichkeit haben, bei berechtigten Anliegen auf einen professionellen Umgang damit zu stoßen. Wie das gehen kann beschreibt Courage in Enterprises.

CONTROLLING

Controlling

Im Controlling spiegeln sich die Entwicklungen der Budgeterstellung. Einige Themen aus dem Bereich Budgets werden daher hier unter dem Gesichtspunkt des Berichtswesens beleuchtet. Neu ist in den letzten zehn Jahren sicherlich die verstärkte Ausrichtung des Controllings auf dessen Verknüpfung mit der Zahlung der Boni hinzugekommen. Dies gilt ebenso für das Bestreben, auch strategische Entwicklungen zu monitoren.

Den Beginn macht aber der Artikel Cash and Controlling.  Wie kann das Unternehmen sicherstellen, dass zumindest die quartalsweise Berichterstattung auch auf Cashflow-Basis erfolgt? Was ist ganz einfaches Raster, um aus der in den WP-Berichten üblichen Kapitalflussrechnung ein sehr mächtiges Instrument der Unternehmensführung zu schmieden? Ein Instrument, das dem herkömmlichen Aufstellen von Umsatz und Deckungsbeiträgen weit überlegen ist.

Mit der notwendigen Verknüpfung zwischen dem Bericht von Kennziffern in den Unterlagen des Controllings und der Zahlung der Boni befasst sich der Artikel Variable Vergütung und Unternehmenserfolg. Er zeigt, wie sich aus den Daten des Controllings zumindest in den Eckpunkten für die Mitarbeiter die Grundlagen der Berechnung der Jahresprämien transparent ergeben sollten. Ein starkes Element der Bindung von Mitarbeitern an das Unternehmen.

Strategisches Controlling ist theoretisch gut ausgearbeitet, findet in der Praxis jedoch nur wenig Widerhall. Controlling and Competition zeigt auf, wie  mit recht einfachen Mitteln wichtige Elemente der strategischen Positionierung im Verhältnis zum Wettbewerb einem Monitoring zu unterziehen sind. Dazu sind keine Marktstudien notwendig und trotzdem liefern diese Indikatoren entscheidende Hinweise, wenn sich die Wettbewerbsposition zu verschlechtern droht.

Der Beitrag zu Effective Federal Funds Rate ist ein gutes Beispiel für die Aufnahme aktueller Themen, die zu dem Erfordernis der Auffrischung des Managementwissens führen. Ich hörte während meines MBA-Studiums nichts von diesem Indikator. Warum er trotzdem in keinem Berichtswesen eines Unternehmens fehlen sollte, erläutert aus aktuellem Anlass dieser Artikel. 

DIGITALISATION

Digitalisation

Neben der Globalisierung hat das Management in den letzten zehn Jahren nichts so sehr verändert wie die Digitalisierung. Viele Geschäftsführer von heute werden in ihrem BWL-Studium noch nicht einmal den Ausdruck gehört haben. Doch heute kommt kein Unternehmen mehr ohne eine Digitalisierungsstrategie aus. Die Gefahr ist ansonsten einfach zu groß, dass ein Wettbewerber oder ein neuer Marktteilnehmer diesen Schritt mit Entschlossenheit zuerst geht und der an dem herkömmlichen Geschäftsmodell hängende Marktführer schnell Marktanteile und Bedeutung verliert. Umfassende Weiterbildung ist in diesem Bereich dringend notwendig – dabei helfen unsere kompakten Artikel.

Es ist wichtig zu wissen, um was es sich bei den neuen Technologien handelt, die den Wettbewerb in allen Branchen so stark beeinflussen. Viel wichtiger ist aber, darüber hinaus eine Vorstellung davon zu entwickeln, was zu tun ist. Wie ist auf diese Neuerung zu reagieren? Wie verändert sie mein Geschäftsmodell? Kann ich sie in meinem Unternehmen gewinnbringend einsetzen? Der erste Artikel, der sich mit diesen Fragen befasst, behandelt das 3D-Printing.

Der zweite Artikel beschreibt die konkreten Schritte, die heute schon im Unternehmen notwendig sind, um auf eine Welle von Innovationen aus dem Bereich Artificial Intelligence vorbereitet zu sein. Künstliche Intelligenz mag heute noch für viele mittelständische Unternehmen ein Element aus der Zukunft sein. Wenn sie von amerikanischen oder chinesischen Unternehmen praktisch eingeführt wird, hat das Auswirkungen auf Branchen in aller Welt.

Einen Schritt weiter geht noch Augmented Reality.  Im Rahmen dieser Technik wird keine virtuelle Welt geschaffen, sondern Bilder der realen Umgebung werden mit digitalen Informationen verschmolzen. So kann die Arbeit im Lagerhaus mit Hilfe bestimmter Brillen schon heute deutlich effizienter gestaltet werden, wenn die Mitarbeiter digitale Hinweise erhalten, wie sie mit welchem Lagergut umzugehen haben.

Weiter kommt der Technologie der Blockchains auch in der Praxis der Unternehmensführung bereits jetzt eine viel größere Bedeutung zu, als man es prima facie vermuten könnte. Nicht nur die Kryptowährungen nutzen diese dezentralisierten Computersysteme. Selbst Hotelbuchungen eines großen deutschen Touristikkonzerns laufen schon auf Blockchains. Was deren Chancen und Risiken für die aktuelle Praxis der Unternehmensführung sind, beschreibt der dazugehörige Artikel.

ECONOMICS

Black Swan Event

Um etwas ganz anderes, aber nicht minder Wichtiges, geht es im Themenbereich Economics. Man könnte meinen, dass man in seinem BWL- oder VWL- Studium alles Wesentliche zur Volkswirtschaftslehre erfahren hätte. Doch auch hier gibt es permanent die Notwendigkeit, sein Managementwissen aufzufrischen. Wir leben in einer Zeit, in der es nach 2008 für eine ungewöhnlich lange Periode keine Rezession gegeben hat. Wer sein volkswirtschaftliches Wissen auf dem Laufenden hält, gerät nicht in Gefahr zu meinen, dass Wirtschaftsabschwünge der Vergangenheit angehörten.

Sehr hilfreich kann es dafür zum Beispiel sein, sich genau darüber zu informieren, was denn Schattenbanken sind. In Ländern wie China und Indien haben Finanzierungen aus diesen Quellen schon fast die Hälfte des Volumens des gesamten Kreditwesens erreicht. Das Problem: Dieser Sektor ist weitgehend unreguliert und hat eine Größe erreicht, welche im Falle von Problemen Verwerfungen nach sich ziehen kann, die auf der ganzen Welt zu spüren sein könnten.

Dieses Thema ist eng verknüpft mit der Aufgabe der Krisenprävention – Prevention of Crises. ‚ An ounce of prevention is worth a pound of a cure‘, sagt der Engländer. Wer im Sommer 2008 auf gewisse Frühindikatoren achtete, wurde von dem Unwetter, welches dann im folgenden Oktober über die deutsche Volkswirtschaft hereinbrach, nicht völlig überrascht. Und wer damals überrascht wurde, sollte für das nächste Mal besser vorbereitet sein. Dazu finden Sie an dieser Stelle konkrete Handlungsvorschläge.

Ein sehr taugliches Instrument dafür ist die Fähigkeit, Statistiken zutreffend lesen und verstehen zu können. Dem englischen Volkswirt und Publizisten Tim Harford ist es zu danken, dass er einmal die wichtigsten Grundsätze dazu zusammengetragen hat. Wer Harford’s Guide to Statistics verinnerlicht, wird die wirklich wichtigen Informationen aus makroökonomischen Statistiken zügig und zutreffend herausfiltern können.

Weniger werden Ihnen bei der Einbeziehung volkswirtschaftlicher Elemente in das Management die Grundsätze der Behavioural Economics helfen. Sie haben aber einen erheblichen Einfluss auf die Gestaltung der Wirtschaftspolitik in den angelsächsischen Ländern, so dass es fahrlässig wäre, von ihnen wenig bis nichts zu wissen. Dieser Beitrag hilft dabei, argumentativ mit deren Thesen umgehen zu können.

EXPERIMENTS

Experiment

Nein, Experimente sind kein Thema ausschließlich für Naturwissenschaftler. Ich bin mir ziemlich sicher, dass in meiner universitären Ausbildung dieser Begriff nicht einmal gefallen ist. Nur, vor 20 oder 30 Jahren gab es vor wichtigen Entscheidungen auch mehr Zeit, um auf der Ebene des Managements zu (hoffentlich) richtigen Entscheidungen zu kommen. Im 21. Jahrhundert hat der Zeitdruck so weit zugenommen, dass auch experimentiert werden muss.

Wie sich Experiments & Management sinnvoll miteinander verknüpfen lassen, wird in diesem Artikel vorgestellt. Denn auch diese Experimente wollen – genau wie ihre naturwissenschaftlichen Pendants – nach gewissen Regeln durchgeführt werden, wenn sie zu einem sinnvollen Ergebnis führen sollen. Diese Grundsätze, und wie Sie diese im Unternehmen umsetzen, finden Sie hier dargestellt.

Kreativität ist die Basis eines gelungenen Experiments. Nur wenn ich eine neue Idee entwickle, die das Geschäftsmodell stärken soll, komme ich überhaupt zu der Notwendigkeit, diese Innovation in einem Experiment zu testen. Creativity & Experiments zeigt eine ganze Reihe von Vorgehensweisen auf, wie Kreativität im Unternehmen zu fördern ist. Auf diese Liste von Anregungen können Sie im Bedarfsfall auch immer wieder mobil zugreifen.

Die Brücke zwischen einer ausgefeilten Innovationsstrategie und und dem reinen Experiment schlägt die „Innovationsmaschine“. Sie dürfte der goldene Mittelweg sein, wenn es notwenig wird, sehr schnell ein innovatives Produkt am Markt zu platzieren. Innerhalb von nur 90 Tagen – das ist zumindest der Anspruch der Entwickler dieses Instruments – ist ein Prototyp reif zur Vermarktung. Dieser kompakte Artikel bietet innovative Weiterbildung in seiner besten Form.

Doch die Anwendung von Experimenten ist nicht nur auf Fragen der operativen Führung beschränkt. Auch Strategic Experiments werden schon mit Erfolg durchgeführt. Wer ungläubig schaut, findet in diesem Artikel Beispiele von namhaften Unternehmen. Sie haben verstanden, dass nicht immer Zeit vorhanden ist, um neue Positionierungen am Markt ausgiebig zu diskutieren, sondern dass der Markt zügig getestet werden will. Dies ist ein sehr gutes Beispiel für aktuelles Managementwissen, welches heute für die Praxis der Unternehmensführung unentbehrlich ist.

FINANCE

Finance

Auch im Themenbereich Finance gibt es Teile, in denen dem Wissen eine Auffrischung gut tun würde, weil es sich in der Praxis nicht durchgesetzt hat. Und es gibt Neuerungen oder neue Erkenntnisse, die erst in den letzen Jahren erarbeitet wurden. In einer Welt, die durch Finanzentscheidungen getrieben ist, sind letztere keine Spezialthemen von Bankern mehr, sondern haben Auswirkungen auf das gesamte Management – auf alle Elemente der Unternehmensführung.

Zur ersteren Fallgruppe zählt die Forderung nach Durchfinanzierung von Investitionen.  Deren Notwendigkeit wurde auch schon im VWL-Studium nach dem II. Weltkrieg vermittelt, hat sich aber in Praxis nicht ganz durchsetzen können. Bevor eine Investition genehmigt wird, ist nun einmal zu prüfen, ob das vorgestellte Projekt auch vollständig durchfinanziert ist. Und dazu gehören nicht nur die Investition selbst, sondern auch die Mittelbindung im Umlaufvermögen und notwendige Folgeausgaben.

Currency Carry Trades  – es gibt dafür keine treffende deutsche Übersetzung – können erhebliche Auswirkungen auf die Wechselkurse haben. Viele Gewinn- und Verlustrechnungen hängen in erheblichen Maße von deren Entwicklung ab. Dieser Artikel beschreibt, woran Sie im Markt einen derartigen Trade erkennen, was die genannten Trades auch in Deutschland anzurichten vermögen und zeigt, wie Sie Ihr Unternehmen als Unternehmer oder Manager schützen. 

Gleiches gilt für Vola Puts – auch dieser Begriff lässt sich nicht übersetzen. Ist zumindest das nicht ein Thema für Investment Banker? Nein, denn diese Puts, die ein ungeheures Volumen erreichen, sind ein guter Frühindikator für volkswirtschaftliche Fehlentwicklungen. Wer dieses Thema beherrscht, wird eine Chance haben, rechtzeitig vor dem nächsten Wirtschaftsabschwung seine Investitionen zurückzufahren und die Lagerbestände anzupassen.

Ewas entspannter geht es bei den Zero Sum Games – also den Nullsummenspielen – zu. Dieses Thema wurde schon vor fast 100 Jahren im Rahmen der Spieletheorie erarbeitet. Trotzdem hört man heute noch immer wieder die Frage, ob es an der Börse nicht immer genauso viele Gewinner (wertmäßig gesprochen) wie Verlierer geben müsse. Da sollten Manager wie Unternehmer eine treffende Antwort parat haben.

HR

Talent

Heute spricht jeder von HR und meint damit ‚human resources‘. Vor 20 Jahren nannte man das regelmäßig „Personalwesen“, was sich nun schon fast peinlich veraltet anhört. Und doch gehört diese moderne Abkürzung zu den wichtigsten Themenbereichen der Praxis der Unternehmensführung überhaupt. Wurde hier noch vor wenigen Jahren einfach das Personal verwaltet, ist es in diesen Jahren ein strategischer Faktor für den Erfolg eines jeden Unternehmens geworden.

People before Strategyruft es durch den Wald der einschlägigen Magazine und in der Tat hat sich an dieser Stelle im letzten Jahrzehnt eine grundlegende Wandlung vollzogen: Nicht mehr Kapital ist die knappe Ressource, sondern das Talent –  die fähigen Mitarbeiter, die eine Strategie umsetzen können. Was nützt Ihnen die beste Strategie, wenn Sie keine geeigneten Mitarbeiter finden, die für Sie arbeiten wollen. Deshalb muss bei der Strategieformulierung die Personalstrategie zumindest gleichberechtigt neben die hergebrachte ‚commercial strategy‘ treten.

Daraus ergibt sich natürlich ein völlig neues Aufgabenprofil der Personalabteilung, die neudeutsch als New HR Department bezeichnet wird. Sie hat schlicht keine Zeit mehr, sich um die Zahlung von Gehältern und das Verwalten der Arbeitsverträge zu kümmern. Welches stattdessen ihre neuen Aufgaben sind, beschreibt dieser Artikel.

Eng damit verwoben ist die Frage des Performance Rankings  also dessen, was man häufig als jährliche Mitarbeitergespräche klassifiziert. Hat diese Form der Personalführung noch eine Berechtigung? Mutige (auch große und namhafte) Unternehmen haben dieses Ritual einfach abgeschafft. Was in der Praxis gut umsetzbar an deren Stelle zu setzen ist, finden Sie hier beschrieben.

Nicht fehlen darf bei bei einer aktualisierenden Behandlung von HR die Frage der Demotivation. Was wurde über die letzten Jahrzehnten in großen, mittleren und kleinen Unternehmen nicht an Geld für Motivationsseminare jeglicher Form ausgegeben. Und was hat es gebracht? Warum Motivation nicht funktionieren kann, und worauf Management und Unternehmer stattdessen setzen sollten, behandelt dieser kompakte Beitrag.

INNOVATION

Innovation

Wer nicht innovativ ist, wird aus dem Markt gedrängt. Das ist eine ebenso einfache wie harte Wahrheit. Innovation und ihre Notwendigkeit müssen sich auf alle Bereiche der Praxis der Unternehmensführung erstrecken. Ein Unternehmen konnte sich noch vor zehn Jahren relativ sicher auf einem erfolgreichen Geschäftsmodell ausruhen, ohne besondere Anstrengungen innovativer Art vornehmen zu müssen. Das ist vorbei. Heute ist permanente Innovation gefragt.

Das ist nur möglich im Rahmen einer Innovation Strategy.  In der Praxis habe ich nur selten gelungene Ausführungen zu dieser Strategieform gesehen. Soll man ernsthaft das Bieten der Möglichkeit einer Masterarbeit als Teil einer gelungenen Innovationsstrategie betrachten? Welche Anforderungen an diese zu stellen sind und wie man sie professionell umsetzt – darum geht es in diesem Artikel.

Wer meint, echte Innovation gäbe es zum Nulltarif und ohne Einstellung eines substantiellen Betrages dafür in das Budget, der dürfte sich täuschen. Sie bleiben mit höherer Wahrscheinlichkeit mittelfristig erfolgreich, wenn Sie sie in erheblichen Umfang über die Jahre hinweg Kapital umschichten. Das wird unter dem Titel Capital Reallocation behandelt. Die Zahlen dazu sind ebenso eindrucksvoll, wie die Notwendigkeit der permanenten Umschichtung des zur Verfügung stehenden Kapitals.

In der Übergangszeit, in der es darum geht, ein Unternehmen wirklich innovativ zu machen, kann es notwendig sein, Abwehrmaßnahmen zu treffen oder zumindest die Transitionsperiode optimal zu gestalten. Wie das für eine Übergangszeit – und die wird immer kürzer – gelingen kann, zeigt die Ausführung zu Reinvention & Hybrids.

Schließlich darf an dieser Stelle etwas nicht verschwiegen werden, was insbesondere vielen deutschen mittelständischen Unternehmern schwerfallen wird: Wer jahrelang – teils jahrzehntelang – vertrauensvoll mit den gleichen Lieferanten und Vertriebspartnern kooperierte, wird sich auf tiefgreifende Veränderungen einstellen müssen. Die notwendige Nähe zum Endverbraucher, der zunehmend mobil auf Ihr Angebot zugreifen möchte, erfordert einen Abschied vom Legacy Ecosystem

MARKETING

Marketing & Prohibition

Nachdem Marketing bis vor 20 Jahren ein großes Modethema in der Unternehmensführung war, traten zur Jahrtausendwende die Banker und Strategen in den Vordergrund. Doch das Marketing dürfte vor einer Renaissance stehen, denn die Digitalisierung aller Unternehmensbereiche eröffnet auch der Vermarktung von Produkten und Dienstleistungen ganz neue Wege, Formen und Möglichkeiten. Hier ist aktuelles Managementwissen dringend notwendig.

Diesmal beginnen wir mit dem ganz aktuellen Trend, der sich 2019 noch nicht in seiner ganzen Tragweite bis nach Deutschland herumgesprochen hat: Das New Chinese Marketing. Da zeigt es sich, dass die Chinesen nicht mehr imitieren, sondern tatkräftig und innovativ vorangehen. Wie aus dem Nichts wurde der Vertrieb über das stationäre Internet glatt übersprungen und gleich ganz auf mobile Geräte verlagert. Hier lesen Sie, wie das funktioniert und was daraus zu lernen ist.

Apropos China: In Deutschland wird mit der Bevölkerungszahl der private Verbrauch der Mittelschicht inflationsbereinigt in den kommenden Jahren bestenfalls stagnieren. Da hilft es, über die Global Middle Class Consumption und deren prognostizierter Entwicklung über die nächsten 30 Jahre informiert zu sein. Dabei zeigt sich zum Beispiel, dass Indien und Nigeria immer wichtiger werden.

Was gibt es für Aufgaben für das Marketing in näherer Zukunft? Damit befasst sich Sieben Trends im Marketing 2020.  Dieser Artikel fokussiert sich auf Entwicklungen, die aus den USA kommen und das B2C betreffen. Ist die sprachgestützte Suche über Assistenten wie Alexa wirklich schon das große Thema? Oder geht es eher um die Entwicklung sehr leistungsfähiger A/B-Tests? Sieben Antworten finden Sie hier.

Und natürlich gibt es den entsprechenden Artikel zu den Trends im B2B: B2B Marketing – Ideen.  Hier liegen die Schwerpunkte natürlich an deutlich anderer Stelle, weil die Entscheider auf der Käuferseite selbst professionelle Marktteilnehmer sind. Der kompakte Artikel zeigt konkret und praxisnah auf, welche Maßnahmen im Unternehmen zu agilen Teams, Big Data und Video zu ergreifen sind.

M&A

M&A

In dem angestammten Bereich von AURORA CORPORATE FINANCE G.m.b.H.,  der Beratung beim Kauf und Verkauf von Unternehmen, wurden noch vor 20 Jahren an deutschen Universitäten kaum Vorlesungen angeboten. Heute gehört dieses Feld zum anerkannten Arsenal der Möglichkeiten, ein Unternehmen wachsen zu lassen. Die Grundlagen haben sich zügig entwickelt, aber es gibt auch signifikante Neuerungen im Themenbereich M&A (dem Kauf und Verkauf von Unternehmen).

 Es ist beeindruckend, dass die Fehlschlagsrate beim Kauf und Verkauf von Unternehmen nach wie vor rund 67% beträgt. Dies gilt für nationale Transaktionen. Bei grenzüberschreitenden Transaktionen gibt es noch einen Risikoaufschlag von 10-15%. Der Artikel zum Scheitern von Transaktionen untersucht, woran das liegt. In jedem Fall empfiehlt es sich, vor einem Unternehmenskauf sorgfältig zu prüfen, ob man professionelle Beratung hinzuzieht.

Einer der Gründe für das hohe Risiko beim Unternehmenskauf sind rechtliche Fallstricke, die in der Praxis immer wieder zu beobachten sind. Unter M&A – Rechtliche Grundlagen sind die wichtigsten davon aufgezählt und kurz erläutert. Auch wenn diese App sich sonst nicht mit rechtlichen Fragestellungen beschäftigt – hier ist es einmal notwendig.

Eine sehr effiziente Hilfestellung beim Erwerb eines anderen Unternehmens ist McKinseys Seven Stage Model. Dies ist ein Modell, das die verantwortlichen Personen daran erinnert, vor, während und nach Abschluss eines Kaufvertrages über ein Unternehmen, sieben klar definierte Schritte zu durchlaufen. Warum dieses Modell in der Praxis der Unternehmensführung so selten anzutreffen ist, bleibt unverständlich, denn die Fehlschlagsrate könnte dadurch deutlich vermindert werden.

Zum Erfolg wird Ihre Transaktion mit größerer Wahrscheinlichkeit durch eine Herangehensweise, die erst in den vergangenen Jahren vertreten wird, welche aber umso mehr Sinn ergibt. Transaktionen erfolgreich zu managen erfordert ein Umdenken. Nicht der Käufer, sondern der Verkäufer soll von dem Kauf profitieren. Wie das zu bewerkstelligen ist … hier ist es nachzulesen.

Die Nachfolgefrage ist ein großes Problem, welches den Mittelstand umtreibt. Ein Management Buy-out kann ein probates Mittel zu deren Lösung darstellen. Wie das  mit wenig oder gar keinen Eigenmitteln des Managers gelingen kann, zeigt der kompakte Artikel MBO – ohne Eigenkapital.

ORGANISATION

Organisation

In der BWL-Ausbildung vor 30 Jahren oder an der Business School vor 20 Jahren war Organisation ein großes Thema. Das ist es noch heute. Nur dass es vor mehr als 20 Jahren Stichwörter wie ‚Agile Organisations‘, ‚Scrum‘, oder ‚Virtual Teams‘ noch gar nicht gab. Anlass genug, auch das Managementwissen von der Organisationslehre einer Aktualisierung zu unterziehen und vor allen Dingen zu fragen, was es im Unternehmen als Konsequenz zu tun gibt. In der Praxis zählt dies zu den vornehmsten Aufgaben der Unternehmensführung.

Agile Organisations sind Organisationen, die sich sehr schnell den verändernden Marktbedingungen anpassen können. Neu ist daran die Ausrichtung ständig wachsender Teile der Organisation auf Projektteams, sogenannte ’squads‘. Wie selbst Großbanken wie die ABN-AMRO es schaffen, ihre gesamte Struktur agil zu gestalten und was auch mittelständische Unternehmen davon lernen und übernehmen können, finden Sie in diesem Beitrag.

Eine in diesem Rahmen häufig angewandte Arbeitstechnik ist die der Scrums.  Früher hätte man so etwas als Ad-hoc-Arbeitsgruppen bezeichnet. Ist also etwas dran an dem ganzen Wirbel um die ‚Scrums‘? In jedem Fall lohnt es sich, erneut einen Blick auf diese Arbeitsform zu werfen und zu prüfen, was davon in der Praxis anwendbar ist.

Virtual Teams sollten eigentlich „räumlich getrennte Arbeitsgruppen“ heißen. Sie finden sich seit zehn bis 15 Jahren verstärkt in Unternehmen, seitdem die Internationalisierung immer weiter Platz greift und so häufig über Grenzen von Ländern, manchmal sogar Kontinenten hinweg Zusammenarbeit zu organisieren ist. Unter bestimmten Umständen arbeiten diese Teams erfolgreicher und effizienter, als örtlich nicht getrennte Arbeitsgruppen.

Zu den ganz neuen Entwicklungen der Organisationslehre gehören die Untersuchungen zur Anpassungsfähigkeit der Mitarbeiter.  In diesem Zweig wird untersucht, inwieweit Mitarbeiter bereit sind, sich Veränderungen anzupassen. Die Ergebnisse dieser Studien sind überraschend. Und sie sind eine Aufforderung an jeden Manager und Unternehmer zu prüfen, was er dazu beitragen sollte, damit die Kollegen auf Digitalisierung und Globalisierung positiv  und konstruktiv reagieren.

STRATEGIE - STRATEGY

Direction

Diese ganzen Änderungen müssen natürlich Niederschlag in der Strategieformulierung finden. Denn wenn die Strategie nicht auf die veränderte Umwelt reagiert, hat sie ihre Daseinsberechtigung verloren. Globalisierung, Digitalisierung und die Schwierigkeit, ausreichend neue Talente zu finden, haben die Art der Strategieentwicklung in den vergangenen zehn Jahren von Grund auf verändert. Wir zeigen Ihnen einige Elemente einer modernen Strategie.

Alles hat seinen Ursprung in der Feststellung, dass völlig anders als noch vor 20 oder 30 Jahren heute Kapital nicht mehr das knappe Gut ist – zumindest am Markt gibt es Kapital im Überfluss. Strategy in Times of Abundant Capital beschreibt die Schlussfolgerungen, die aus diesem Umstand zu ziehen sind. Auf jeden Fall wird eine reine ‚commercial strategy‘, die nur allgemeine Aussagen zu Innovation und Personalwesen trifft, modernen Anforderungen nicht mehr gerecht.

Eine sehr gute Möglichkeit, zwischen überbordender Strategieformulierung auf der einen Seite und dem Arbeiten ohne eine derartige Unterlage auf der anderen Seite auszukommen, ist die Lean Strategy.  Sie stellt ein probates Instrument zur Verfügung, das dem Unternehmen die notwendige Orientierung gibt, ohne das operative Geschäft bei deren Formulierung allzu sehr zu beeinflussen. Was sind Chancen dieser neuen Strategieform?

Nun kann es selbst mit Hilfe von ‚Lean Strategy‘ und der Grundsätze der ‚Strategy in Times of Abundant Capital‘ vorkommen, dass die Implementierung einer Strategie scheitert. Man nennt das heute Unravelling Strategy Execution.  Was ist ganz konkret und praxisnah zu tun, wenn so etwas passiert und wie kann der Manager oder Unternehmer sicherstellen, dass sich dies nicht wiederholt?

Ein nicht so selten anzutreffender Sonderfall ist der des Unternehmensgründers, der sich auch noch in fortgeschrittenem Alter (zu) sehr mit seinem Unternehmen identifiziert.  Woran kann man diese Situation erkennen? Wie kann das Unternehmen damit umgehen? Was sollte der betroffene Unternehmer tun? Wir haben als AURORA CORPORATE FINANCE G.m.b.H. in diesen Situationen häufig und regelmäßig mit Erfolg zu Management Buy-outs geraten.

PERSPECTIVES

Perspectives

Schließlich mündet immer alles in eine Perspektive. Unter diesem Themenbereich sind alle Trends zusammengefaßt, die sich erst am Horizont abzeichnen, aber bereits ihren Einfluss erahnen lassen. Manchmal sind es eher Mahnungen, gewisse sich abzeichnende Entwicklungen nicht zu übersehen, machmal sind es Chancen, die genutzt sein wollen. Perspectives bietet diese Funktion – immer mit Hinblick auf Relevanz und Umsetzbarkeit in der Praxis der Unternehmensführung. Hier kommen umfangreiche neue Aufgaben auf das Management zu.

Batteries & Lithium ist so ein Thema, das ebenso Chancen wie Risiken in sich trägt, aber in keinem Fall ignoriert werden sollte. Viele Geschäftsmodelle, viele Produkte sind abhängig von dem guten Funktionieren der eingebundenen Batterien und diese arbeiten – auch in näherer Zukunft als ’solid-state batteries‘ – nur auf Basis von Lithium. Wer die Abhängigkeit von diesem Rohstoff reduzieren oder gar gut bewältigen kann, schafft einen tragfähigen Wettbewerbsvorteil.

Dies gilt ebenso für die Beschaffungssituation der Seltenen Erden. Diese auch als Lanthanoide bezeichneten Rohstoffe – ‚rare earths‘ – finden sich nun einmal so gut wie nicht in Europa, mit Ausnahme Estlands. Dabei gibt es kein modernes Produkt, welches ohne einen dieser Werkstoffe auskommen könnte. Wie damit umzugehen ist, und wie sich die deutsche Industrie in diesem Zusammenhang aufstellen könnte oder müßte, das untersucht dieser Artikel.

Zum Abschluss sei auf die Chancen verwiesen, die sich aus den stürmischen Entwicklungen entlang der Neuen Seidenstraßen ergeben. The New Silk Roads sind das Projekt der Volksrepublik China, welches weit über die Entwicklung von Infrastruktur in den teilnehmenden Ländern hinausgeht. In diesen Regionen warten ganze Volkswirtschaften darauf, Anschluss an westliche Lebensstandards zu finden. Waren Sie schon in Kasachstan?

Jeder Artikel enthält konkrete Listen, welche Aufgaben und Lösungsansätze sich für die Praxis ergeben – umsetzbare Handlungsvorschläge und Fragenkataloge. Ein innovatives Medium effizienter Weiterbildung. Für alle 14 vorgestellten Themenbereiche bietet Ihnen die Management-Update-App ein leicht zu bedienendes Instrument, um sich mit überschaubarem Zeitaufwand aktuelles Managementwissen zu verschaffen: Unternehmensführung in der Praxis – aktuell und mobil!

HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN

Wenn Sie an konkreten Handlungsempfehlungen interessiert sind, die unmittelbar in Ihrem Unternehmen umsetzen können, wenn Sie praktische Anregungen suche, um sie in der Praxis zu testen, dann finden Sie in jedem Artikel ein umfangreiches „Was ist zu tun?“ Schauen Sie sich als Beispiel den Beitrag Wie schreibe ich ein Purpose Statement? an! Häufig hilft es auch, zu einem neuen Thema als Manager oder Unternehmer einfach ausformulierte Fragelisten zur Hand zu haben. Wenn etwa das Thema 3D-Printing in einem Unternehmen neu auftaucht, finden Sie in dem dazugehörigen Artikel eine Reihe weiterführender Fragen. Probieren Sie es aus!

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Zuletzt aktualisiert: 12. März 2020

Autor: Malte Friedrich Olm, MBA und Volljurist, Geschäftsführender Gesellschafter einer Corporate Finance-Beratung