KÜNSTLICHE INTELLIGENZ - ANWENDUNGSBEREICHE IM UNTERNEHMEN

Künstliche Intelligenz (KI) – oder Artificial Intelligence (AI) –  ist am besten zu verstehen, wenn man sie als kostengünstige, maschinengestützte Prognose von menschlichem Entscheidungsverhalten betrachtet. Umfangreiche Anwendungsbereiche im Unternehmen gibt es heute bereits in der Bild- und Spracherkennung. Weitere Applikationen sind die automatische Auswertung großer Datensätze, Expertensysteme und autonomes Bewegen von Fahrzeugen. Auf Sicht von zehn Jahren werden selbst Arbeitsfelder von Anwälten betroffen sein.

Künstliche Intelligenz ist in aller Munde. Was ist das genau und wo stehen wir heute? KI beschäftigt sich mit Methoden, die es einem Computer ermöglichen, Aufgaben zu lösen, die, wenn sie von einem Menschen gelöst werden, Intelligenz erfordern (Gabler). Ein  praktischer Anwendungsbereich im Unternehmen ist heute die Bilderkennung. Die Fehlerquote bei der Anwendung dieses Verfahrens lag 2017 im Rahmen von nur noch 4-5%.

Der Computer schlägt den Menschen bereits bei Spielen wie Schach, Poker oder Go, aber auch im Wertpapierhandel und der Verhinderung von Geldwäsche (Einsatz z.B. bei PayPal).

DIE WICHTIGSTEN ECKPUNKTE

KI ist am besten zu verstehen, wenn man sie als kostengünstige, maschinengestützte Prognose von menschlichem Entscheidungsverhalten betrachtet. Der Computer „lernt“ dabei an Hand von Beispielen, wird also nicht auf ein bestimmtes Ziel hin programmiert. Große Fortschritte ergeben sich aus dem „Deep Learning“, wenn es darum geht, große Datensätze auszuwerten.

Das ungelöste Problem (auch versicherungstechnisch): Die Entscheidungen der Maschine sind für den Menschen nicht immer nachvollziehbar. Wer trägt die Verantwortung, wenn ein mit KI gesteuertes Fahrzeug einen unbeteiligten Passanten zu Schaden kommen lässt? In jedem Fall hilft es zu wissen, wer als KI-Experte gilt, von dessen Veröffentlichungen man Näheres lernen kann: E. Brynjolfsson vom MIT (Massachusetts Institute of Technology) gehört sicher dazu.

WAS IST ZU TUN?

  • Die Anwendungsbereiche von KI verbreiteten sich zügig. Wenn einer Ihrer Wettbewerber diese Technologie schneller in sein Geschäftsmodell integriert als Sie, entwickelt jener damit einen signifikanten Wettbewerbsvorteil. Testen Sie KI und nutzen Sie das Phänomen des ‚first-mover advantage‘!
  • Ein Teil der Infrastruktur, die notwendig ist, um KI einzuführen, kann zunächst gemietet werden, was die Eintrittsschwelle niedriger setzt (die Frage der Datensicherheit muss dabei abwägend diskutiert werden);
  • Es ist ausreichend, erste Testversuche mit relativ kleinen Datensätzen, die Sie im Unternehmen zusammengetragen haben, zu beginnen. Um zu sehen, wie KI Ihr Geschäftsmodell weiterentwickelt, sind keine enormen Datenmengen notwendig.

Das klingt sehr nach dem Start eines Strategischen Experiments (siehe gesonderten Eintrag)! Die Sorgen der Beschäftigten vor KI dürften unberechtigt sein, denn in der ersten Phase wird es primär um die Begleitung (als um Ersatz) der menschlichen Arbeit durch Maschinen gehen, sofern die Mitarbeiter sich etwa in Entwicklung und Wartung schulen lassen. Wie sagte Picasso: „Computer sind nutzlos, sie können nur Antworten geben.“

SCHLUSSFOLGERUNG

Auch wenn namhafte Experten sagen: „Solange die Wissenschaft nicht sauber erklären kann, wie menschliches Denken funktioniert und worin folglich menschliche, natürliche Intelligenz besteht, kann man sich nur versuchsweise, tastend mit künstlicher Intelligenz beschäftigen“, so ist das Phänomen doch nicht zu ignorieren. Für die Anwendung im Unternehmen ist die in diesem Sinne beschriebene Leistungsfähigkeit von Rechnern, die mit Künstlicher oder Artifizieller Intelligenz arbeiten, ein Faktum.

Und ob es gefällt oder nicht: Die Anwendung dieser Technologie wird bereits in den kommenden zehn Jahren viele Geschäftsmodelle von Unternehmen zumindest stark verändern, und ebenso umfangreiche menschliche Arbeit überflüssig machen. Ein selbständig fahrender LKW benötigt nun einmal keinen Fahrer und ein leistungsfähiger Avatar ersetzt ein ganzes Reisebüro.

Manager und Unternehmer sind gut beraten, sich unabhängig von der Branche, in welcher sie tätig sind, mit den Anwendungsbereichen von Künstlicher Intelligenz im Unternehmen vertraut zu machen. Auf den Start eines Strategischen Experiments in diesem Bereich sollte kein Unternehmen verzichten!

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Zuletzt aktualisiert am 15. Januar 2021

Autor: Malte Friedrich Olm, MBA und Volljurist, Geschäftsführender Gesellschafter einer Corporate Finance-Beratung.

Erfahrung aus mehr als 30 Jahren bei der Beratung im Kauf und Verkauf von Unternehmen fließen in diese Artikel ein. Jetzt –  während und nach der Coronakrise – dürfte für mutige Manager ein sehr guter Zeitpunkt vorliegen, selbst Unternehmer zu werden. Mut gehört zum Unternehmersein. Wenn Sie von unserer Erfahrung profitieren wollen, nehmen Sie Kontakt mit uns auf – rufen Sie uns unter 0173-8162124 an!