WIE FÜHRE ICH VIRTUELLE TEAMS?

Virtuelle Teams sind räumlich getrennt Arbeitsgruppen, deren Mitglieder der Organisation des Unternehmens angehören, oder auch externe Mitarbeiter sein können. Sie sind durch eine (temporäre) gemeinsame Aufgabe definiert. Erfolgreiches Führen dieser Art von Teams setzt voraus a) eine erstklassige technische Ausstattung, welche die Kommunikation via Videokonferenzen ermöglicht; b) die Organisation regelmäßiger virtueller Treffen; c) das Bestehen auf auf regelmäßigen auch persönlichen Treffen alles mit dem Ziel, das virtuell schwieriger aufzubauende Vertrauen zu festigen.

Arbeit in virtuellen Teams – die besser „räumlich getrennte Arbeitsgruppen“ genannt werden – findet sich in Unternehmen erst seit 10-15 Jahren verstärkt, weil sie nur mit Hilfe moderner Kommunikationstechnologien wirklich möglich ist. Es gibt in internationalen Unternehmen einen deutlichen Trend zu dieser Arbeitsform, die über regionale, nationale, kulturelle Grenzen und sogar Zeitzonen funktionieren muss. Die Corona-Krise hat diesen Trend nur beschleunigt.

Im Kern handelt es sich um „echte“ Teams, die durch ein oder mehrere gemeinsame Arbeitsziele definiert sind. Es kann eine passende Arbeitsform für viele Aufgaben sein, die eine überregionale, manchmal sogar organisationsübergreifende Zusammenarbeit erfordern.

DIE WICHTIGSTEN ECKPUNKTE

Das größte Problem dieser Art der Kooperation dürfte darin bestehen, dass sich die Mitglieder dieser Arbeitsgruppe selten oder nie persönlich treffen und es damit erschwert ist, Vertrauen aufzubauen. Dies ist wiederum tragende Voraussetzung für die Leistung eines Teams. Training in regelmäßigen Abständen, wie ohne persönlichen Kontakt zu arbeiten ist, spielt ebenso wie Konfliktmanagement für den Erfolg dieser Arbeitsform eine wesentliche Rolle.

Vor dem Hintergrund der Komplexität dieser Arbeitsform ist es von besonderer Bedeutung, diese Gruppen eher klein zu halten. Bei international verstreut arbeitenden virtuellen Teams ist ein besonderes Augenmerk darauf zu legen, dass kulturelle Unterschiede etwa im Arbeits- und Kommunikationsstil automatisch verstärkt auftauchen. Spezielle Trainings, die den professionellen Umgang mit dieser Problematik aufzeigen, sind sehr anzuraten.

WAS IST ZU TUN?

Die erste Herausforderung besteht darin, zwischen den möglicherweise auf unterschiedlichen Kontinenten arbeitenden Kollegen Vertrauen aufzubauen. Es lässt sich nicht vermeiden, regelmäßig persönliche Treffen (z.B. ein Mal pro Quartal) durchzuführen. Dazu sind die notwendigen Finanzmittel zur Verfügung zu stellen.

Die zweite besteht darin, den Mitgliedern dieser Arbeitsgruppen Kommunikationstechnologie anzubieten, die sich auf dem aktuellsten Stand befindet. Virtuelle ‚team rooms‘ und zuverlässige technische Vorraussetzungen für Videokonferenzen sind ein „Muss“, schreiben Ferrazzi Greenlight Consultants.

Die Qualität der Arbeit profitiert von der Heterogenität der Mitglieder, gerade wenn es sich um Formen internationaler Zusammenarbeit handelt.

SCHLUSSFOLGERUNG

Vor der Corona-Krise war es die Kür, seit Anfang 2020 ist es ein „Muß“: Die Fähigkeit, als Manager oder Unternehmer virtuelle Teams erfolgreich führen zu können. Dabei können in der Praxis selbst bei Großunternehmen erhebliche Defizite beobachtet werden, welche durch relativ einfache Maßnahmen abzustellen sind:

  • Halten Sie die Teams klein! mit 50 Mitgliedern gibt es keine wirkliche Teamarbeit;
  • Investieren Sie in erstklassige technische Ausrüstung! Es ist z.B. erschreckend, wie viele CEOs ohne angemessene Beleuchtung während Videokonferenzen arbeiten;
  • Sorgen Sie für regelmäßige virtuelle Treffen!
  • Bieten Sie gerade bei interkulturelle Teams spezialisiertes Coaching an, das sich mit Konfliktvermeidung beschäftigt!
  • Wenn es irgend geht, sollten Sie zumindest ein Mal im Jahr auch ein persönliches Treffen aller Teammitglieder organisieren!
  • Sorgen Sie dafür, dass es neben dem Austausch zu Sachthemen auch virtuell Austausch zu informellen Themen gibt!

Es ist erstaunlich, aber wenn Sie die richtigen Grundlagen bieten, zeigen virtuelle Teams bessere Leistungen als traditionelle Arbeitsgruppen.

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Zuletzt aktualisiert: 14. Januar 2021

Autor: Malte Friedrich Olm, MBA und Volljurist, Geschäftsführender Gesellschafter einer Corporate Finance-Beratung.

Erfahrung aus mehr als 30 Jahren bei der Beratung im Kauf und Verkauf von Unternehmen fließen in diese Artikel ein. Jetzt –  während und nach der Coronakrise – dürfte für mutige Manager ein sehr guter Zeitpunkt vorliegen, selbst Unternehmer zu werden. Mut gehört zum Unternehmersein. Wenn Sie von unserer Erfahrung profitieren wollen, nehmen Sie Kontakt mit uns auf – rufen Sie uns unter 0173-8162124 an!